Mir ist natürlich zum Thema noch etwas eingefallen: nämlich der Verrat an der Sache, Menschen davon zu überzeugen, daß es noch etwas anderes als die beiden Kästchen F und M zum Ankreuzen geben sollte.
Auch dieser Gedanke ist eigentlich relativ irrational. Denn nur weil ich eine VÄ (Vornamensänderung) und die Brustentfernung vornehmen (lassen) möchte, heißt es ja noch nicht, daß ich zum »feindlichen« Lager übergehe. Man könnte sogar sagen, daß ich mich noch mehr zum Freak mache, als ich es bisher bereits bin. Ich könnte das sogar so weit forcieren, daß ich mich nach der Mastek und der VÄ wieder mit dem Pronomen »sie« ansprechen lasse. Anyway… der Gedanke am Verrat der Sache ist schon präsent. Diesem folgt die Überlegung, daß wenn ich mich jetzt schon zu diesem Schritt habe treiben lassen (denn meine Entscheidung beruht ja auf (r)einer »Äußerlichkeit«), wie wird das wohl weitergehen? Meine Hoffnung ist es ja, daß ich nach der VÄ und der Brustentfernung gelassener sein werde – eben meiner selbst sicher(er). Ich habe ja schon erwähnt, daß ich nicht glaube, daß OP und VÄ für mich die Welt perfekt machen, frei nach dem Motto: nun ist alles gut. Es wird vielleicht besser, auf jeden Fall aber anders.
Verrat: Klappe, die Zweite Dienstag, Okt 30 2007
Langundos Zimmer butch, transgender 16:46
