Mit dem Gedanken, es mir auf Seminaren leichter zu machen und nicht mehr so viel erklären zu müssen (und um Verwirrungen vorzubeugen), habe ich beschlossen, mich künftig einfach bei der Vorstellungsrunde als transsexuell bzw. als Transmann zu outen.
So weit so gut, ging auch wesentlich schneller als letztes Mal. Was ich allerdings nicht beachtet habe, war die logische Konsequenz dieses Weges: der Gang zur Männertoilette.
Ich war zwei Stunden lang so perplex über meinen gedanklichen »Fauxpas«, daß ich erst mal gar nicht zum stillen Örtchen bin.
Es ist ja nicht so, daß ich nie aufs Männerklo gegangen bin, aber rein geruchstechnisch bevorzuge ich doch ganz stark die Toiletten der Damenwelt, und leider bin ich etwas sehr sensibel, was mein Geruchsorgan angeht.
Es war dann aber gar nicht so schlimm. Limonen riechen ja dann doch ganz angenehm, auf jeden Fall immer noch besser, als die komischen Duftsteine, die sonst so in öffentlichen Klos hängen *wrugs*
Und interessanterweise scheinen die männlichen Teilnehmer des Seminars einen großen Bogen um die Toilette gemacht zu haben, wenn sie mitbekommen haben, daß ich dorthin gehe. Es war nie einer zu sehen, nur in der anderen Kabine zu hören.
Ob die wohl Angst haben, ich könnte schwer gehütete Geheimnisse ins »feindliche Lager« tragen? *grübel*

18. Januar 2008 um 17:34 |
Nun, so hattest du wenigstens deine Ruhe und immer ein freies Klo.
Noch eine andere Frage: Dein Outing als Trans*, ist das (erstmal) nur in diesem Rahmen oder offiziell überall gültig? (du weißt ja, ich bin neugierig)
18. Januar 2008 um 17:52 |
Es war einfach einmal ein Testlauf, wie es denn so ist.
Da es mir aber eine Menge an Erklärungen erspart hat, werde ich diese Technik wohl auch weiterhin anwenden (zumindest in diesem Rahmen).
Ich will ja eigentlich Seminare belegen und etwas lernen und nicht die ganze Zeit Erklärungen über mich abgeben – wenn Du verstehts, was ich meine