Ich habe übermorgen meinen ersten Gutachtertermin und bemerke so langsam, wie sich eine gewisse Nervosität in mir breit macht.***
Nur gut, dass ich gerade Urlaub habe und mich wunderbar mit Computerspielen ablenken kann
Ich habe auch schon einen Termin (04.01.10!!!) für den zweiten Gutachter und als dieser Brief ins Haus flatterte, war ich ehrlich gesagt, etwas verärgert. Da stand weder ein »An«, »Herr« oder »Frau« in meiner Anschrift, noch ein Vorname. Es mag ja gute Gründe geben, warum die das so handhaben und Menschen nur mit (neutralem) Nachnamen adressieren, aber irgendwie find ich das total daneben.
Mustermaus
Musterstraße 25
67591 Musterhausen
Man könnte doch einfach ein schlichtes »An« und den ersten Buchstaben des Vornamens nutzen, oder?
An
X. Mustermaus
Musterstraße 25
12345 Musterhausen
Da hab ich wenigstens noch das Gefühl ich bin gemeint. Bin ich überempfindlich? Ich mein, selbst mein Zahnarzt, der ja nun wirklich keine Ahnung von der ganzen Transgeschichte hat, schreibt inzwischen »Herr« und nutzt halt meinen alten Namen. Damit kann ich leben und finde es irgendwie lustig – natürlich auch nur solange es noch nicht offiziell ist. Wenn es danach permanent passieren würde, fände ich es vermutlich auch nicht mehr so spaßig,.
Interessant finde ich allerdings, dass das Amtsgericht hier sofort den neuen Namen und die männliche Anrede nutzt und man in den Tiefen des Computers dort auch nur gefunden wird, wenn man den neuen Namen angibt (ich habe einmal nachgefragt, ob mein Antrag überhaupt eingegangen ist, hatte also noch keine Vorgangsnummer. Das allein war schon sehr abenteuerlich, weil ich fünfmal verbunden wurde, bis ich an der richtigen Stelle war. Ich bin davon ausgegangen, dass die mich unter meinem weiblichen Namen führen, bis der Antrag durch ist. Falsch gedacht).
Ach ja, immer wieder spannend, was einem so unterkommt
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*** warum ich nervös bin, gibt einen extra Beitrag, aber erst muss ich noch ein wenig spielen, damit ich nicht nur zum Fenster rausstarre und überlege, was passieren könnte.
